Bundesfeuerwehrleistungsbewerb
12.09 - 14.09.2008 Wien

 

Mit einem euphorischen "WOW" betraten wir am Freitag zum ersten Mal den Bewerbsplatz. Der große Traum einmal selbst bei den Bundeswettkämpfen teilzunehmen und noch dazu im Ernst Happel Stadion unser Bestes zu geben, erfüllte sich nach erfolgreicher Qualifikation beim Landesbewerb in Güssing. Mit etwas mehr Herzpochen als sonst war die Vorfreude auf den nächsten Tag kaum zu beschreiben. Das Rahmenprogramm am Freitag mit den Alpenrebellen und den Stoakoglern im Anschluss, sowie die Leistungsschau rund um das Stadion mit den Einsatzfahrzeugen der Wiener Berufsfeuerwehr war einmalig.

Endlich war der große Tag angebrochen und frühmorgens um 06.00 Uhr trafen wir uns vor dem Stadion zur Defilierung und zum Einmarsch der mehr als 350 Bewerbsgruppen ins Happel Stadion. Sofort stach uns das riesige Transparent unserer treuen Fangemeinde ins Auge, der Applaus und die beeindruckende Akustik trieben uns die Gänsehaut hervor. Nach der Eröffnungsrede namhafter Vertreter aus Politik, der Feuerwehr und der Stadt Wien bereiteten wir uns für den Bewerb vor. Der ungewöhnliche Kälteeinbruch an diesem Morgen verlangte ein besonders ausgiebiges Aufwärmen, welches wir auch bis zum Aufstellen beim Berechnungsausschuss wahrnahmen.
Die Spannung stieg und vom Wartebereich aus beobachteten wir das Geschehen, beeindruckend war auch, dass der Bewerbsverlauf auf riesigen Leinwänden auch außerhalb des Stadions zu verfolgen war.
Dann endlich erfolgte der Einmarsch, wir wurden zwar fälschlicherweise als Gästegruppe aufgerufen was uns zwar nicht störte aber unsere Fans etwas verwirrte, meldeten wir beim Bewerter 4 "Gruppe Aschau im Burgenland zum Bundesfeuerwehrleistungsbewerb angetreten".
Nach "Habt acht, ruhen lassen, eintreten!" hatten wir genau 5 Minuten Zeit um das Gerät zum Bewerb fertig zu machen.
Über Lautsprecher erfolgte der Angriffsbefehl...

..."4 Sauger", die ersten beiden Kupplungen der Saugleitung verliefen optimal, dann bei der letzten Kupplung wurmte es. Die obere Knagge der Kupplung war bereits verdreht worden, leider aber die untere noch offen, was zwangsläufig zu einer Verkantung der Kupplung führt die nur mit Gewalt zu öffnen ist und uns einige Zeit kostete. In folge dieses Vorfalles und der Verzögerung des Ablaufes trat der Schlauchtruppmann zu früh aus seiner Position aus, was 10 Fehlerpunkte wegen "Falsches Arbeiten" zu folge hatte. In der Zwischenzeit hatte der Angriffstrupp bereits mit einer hervorragenden Zeit das 1. Rohr aufgebaut, gleich darauf folgte das 2. Rohr mit einer ebenfalls optimalen Zwischenzeit, leider jedoch wirkte sich das "Nachkuppeln" auf die Gesamtzeit aus, welche mit 38,64sek. stoppte.
Etwas verzagt, aber mit guter Hoffnung meldeten wir uns zum Staffellauf. Aber auch hier lief es nicht nach unseren Vorstellungen, da einige Übergaben nicht optimal von statten gingen und wir viel Zeit verloren. Letztendlich platzierten wir uns mit 396,48 Punkten auf Platz 119.

Die beeindruckende Siegerehrung fand, nach dem Gottesdienst im Stephansdom und Marschparade auf der Ringstrasse, am Rathausplatz unter anderem mit dem neuen Feuerwehrpräsidenten Josef Buchta und dem Bundespräsidenten Heinz Fischer statt.

WIR, DIE WETTKAMPFGRUPPE ASCHAU, BEDANKEN UNS BEI ALL´ DEN MITGEREISTEN FANS FÜR IHRE TOLLE UNTERSTÜTZUNG !!!!!

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