Kürzer Überblick:

 
Politischer Bezirk OBERWART
Gemeinde OBERSCHÜTZEN
Einwohner ~ 420
Seehöhe ~ 600m
Gesamtfläche ~ 777ha
Ø Jahresniederschlag ~ 800mm/a (Reihen 1961-1990)
Ø Jahrestemperatur ~ 8,4°C (Reihen 1961-1990)

 

Geschichte:

Die Ansiedelung des Dorfes erfolgte vermutlich gleichzeitig mit dem Bau der Burg Bernstein um 1200. Das Gebiet gehörte damals dem König von Ungarn Sigismund von Luxemburg.
Am 4. Mai 1388 wurde Aschau erstmals urkundlich erwähnt, unter dem Namen "ASSO".
1532 wurde der Ort von umherstreifenden Türken und Kuruzen (daher der Ausspruch "kruzitürken"), welche die Festung Güns belagerten vollständig zerstört.
1636 kam das Gebiet in den Besitz der Adelsfamilie Batthyány. Zu dieser Zeit lebten 537 Bürger in 69 Häusern in Aschau. Es wurde reger Handel mit den steirischen und niederösterreichischen Nachbarn betrieben.
Im Mittelalter wurde von den ungarischen Königen das Gebiet an die Habsburger als Erzherzöge des benachbarten Österreich unter der Enns und als Herzöge der ebenfalls angrenzenden Steiermark verpachtet.
Von 1659 bis 1854 gehörte der Ort zur Herrschaft Pinkafeld.
1859 wurde die evangelische Schule vom evangelischen Pfarrer Gottlieb August Wimmer erbaut.

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Wissenswertes über die evangelische Geschichte der Pfarrgemeinde Oberschützen. (Mehr...)

Betrachtet man die statistischen Angaben zum heutigen Ort, dann ergibt sich folgendes Bild von Zahlen.
Die Gesamtfläche des Ortes beträgt derzeit 777ha. Von dieser Fläche nimmt der Wald etwa 303ha ein, der Rest sind landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Wohn- und Nutzbauten.
Seit dem 1. Jänner 1971 gehört Aschau, Schmiedrait, Willersdorf und Unterschützen zur Großgemeinde Oberschützen.
Der Name Aschau ist deutschsprachigen Ursprungs, ein naturbezogener Name, der auf die Bedeutung "Eschenau" oder "Eschenort" schließen läßt, also ein Ort mit charakteristischem Eschenbewuchs.


 

Allgemeines:

Aschau liegt im Hügelland westlich von Bernstein auf einem Hügelrücken zwischen dem Tauchen- und dem Willersbachtal (Au).
Dieses Gebiet zählt zu den Ausläufern der "Buckligen Welt", eine typische Riedellandschaft, welches sich im Bereich des 3-Ländereckes Niederösterreich, Steiermark und Burgenland befindet.

Der Ort, auf etwa 600 m Seehöhe gelegen, schmiegt sich mit seinen Häusern in die leicht ansteigende Mulde, die östlich von einer kleinen Bergkuppe mit der Oswaldkapelle (Abbildung 1) und westlich vom Kreuzberg begrenzt ist.

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Der Name Kreuzberg leitet sich vermutlich vom "Kreidfeuer" ab, wobei auf Erhöhungen oder auf Festungen, wie auf Burg Bernstein, Feuer entzündet wurden um auf herannahende Gefahren aufmerksam zu machen.

Die Filialkirche zum Hl. Oswald steht einsam aber gut sichtbar auf einer waldigen Anhöhe südlich des Dorfes. Über die Zeit der Erbauung ist nichts bekannt. Sie ist in ihrer heutigen Form eine mittelalterliche Kleinkirche mit nicht eingezogenem, polygonal geschlossenem Chor, Satteldach und Glockentürmchen aus Holz über einer klassizistischen Fassade.
Nach dem ungarischen Kunsthistoriker Florian Romer, der um 1860 die Gegend bereiste, bestand die Kirche ursprünglich nur aus einem (romanischen?) Polygonalchor mit einem Gewölbe, der später abgetragen worden sein dürfte. Darauf weisen die runden Dienstpfeiler hin, die aus einfachen gelben Muschelkalktrommeln bestehen und ca. auf 1 ½ m Höhe abrupt enden. Später wurden offenbar die Mauer erhöht und ein Kirchenschiff angebaut. Die Ecken und die Nahtstellen zwischen Chor und Schiff sind aus gehauenen gelblichen Sandsteinen, (italienische Arbeit?), an der Südseite des Chores gibt es zwei einfache, gotische Fenster. Den Durchgang vom Kirchenchor zum viereckigen Kirchenschiff bildet ein Fronbogen. Die Decke besteht aus Brettern mit Deckleisten. Der Altar mit dem Bild des hl. Oswald stammt aus der Barockzeit.
(Auszug aus Pfarrverband Mariasdorf - Bernstein)

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Oswaldkapelle 14. Jhdt

Willersdorfer Schlucht:

Die Willersdorfer Schlucht (Abbildung 2) ist eine Aulandschaft im Dreiländereck zwischen Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland. Sie beginnt bei Gschaidt (NÖ) und reicht im Süden bis Willersdorf im Burgenland. Die Willersdorfer Schlucht wird auf ihrer ganzen Länge vom Willersbach durchflossen.
In der Talsohle (ca 30-50 m breit) wechseln sich
Trockenrasen und eiszeitliche Relikte in Form von Auenstreifen ab.
Seehöhe: ca 400-620 m über NN Größe: ca 1.220 ha.
Da die Willersdorfer Schlucht ein Ausläufer des den Zentralalpen angehörenden Wechselmassives ist, weist sie viele montane Elemente der Pflanzen-  und Tierwelt auf. Die Hänge sind auf Grund ihres Mischwaldbestandes besonders im Herbst von hervorragender landschaftlicher Schönheit.
Der hohe Erholungswert der Landschaft ist in erster Linie auf die Unberührtheit zurückzuführen, was wiederum die Voraussetzung für die erstaunliche Artenvielfalt der Fauna und Flora darstellt.


(Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Willersdorfer_Schlucht)
(Quelle:
http://members.a1.net/naturschutz-oberwart/biotope.htm)


Abbildung 2: Blick vom Kreuzberg in die Willersdorfer Schlucht

 

Wissenswertes:

*    Das Heanzenland 
*    Naturschutzbund Oberwart

Sehenswertes:

*   Uhrenmuseum Aschau
*   Schloss Bernstein
*   Aussichtswarte Hutwisch
*   Freilichtmuseum
*  
Burgruine Willersdorf

*
  uvm.

Tourismus:

    Gästehaus Adelmann
    Gasthaus Kupferkandl
    Gasthaus "GÖD" Ulreich
    Museum: Uhrenstube Aschau

Aussichtwarte Hutwisch (NÖ)

 

Fotogalerie:

 

 
Blick zum Ortszentrum
Blick Richtung Günser Gebirge
Aschau im Hintergrund das Bersteiner Hügelland
Blick vom Kreuzberg in die Willersdorfer Schlucht
St. Oswald Kapelle (14.Jhdt)
Hochwasserschutz in der Willersdorfer Schlucht
Blick über die Oswaldkapelle nach Bernstein
Terrassenförmige Hangbewirtschaftung
Blick vom Kreuzberg Richtung Oberwart
Blick zum Wechselmassiv (1743m)
Winterlandschaft
Winter in Aschau, Blick zum Kreuzberg

Panoramablick ins Bernsteiner Hügelland (durch anklicken vergößern)
(Quelle: http://www.landschaftsfotos.at)

Sie sehen, es lohnt sich unseren Ort zu besuchen!